»… indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus erwarten.« (Titus 2,13)
Durch die Gnade Gottes haben wir das Heil erfahren und durch die Gnade Gottes werden wir erzogen. Der Geist deckt alle Gottlosigkeit und alle weltlichen Begierden in uns auf und macht uns besonnen, gerecht und gottesfürchtig. Wir leben in der Endzeit, denn sehr viele von Jesus beschriebene Kennzeichen der Endzeit sind in diesen Zeiten zu erkennen. Die antichristlichen Kräfte mehren sich, die Liebe in vielen erkaltet, Kriege, Hungersnöte und andere Katastrophen sind an der Tagesordnung und das Volk Israel wird aus allen Himmelsrichtungen gesammelt. Die Macht der Gottlosigkeit nimmt zu, das Wirken des Geistes in der Gemeinde jedoch auch. Der Geist Gottes bereitet die Gemeinde als Braut Christi für die Wiederkunft des Bräutigams zu, indem er sie reinigt und heiligt, sie von allen Runzeln und Flecken befreit.
Die Fronten verlieren ihre trügerische Unklarheit, der Verfall des religiösen Namenschristentums ist unverkennbar, während der universelle Leib Christi aus dem Geist weltweit wächst wie zu keiner Zeit zuvor. Das Evangelium wird allen Völkern verkündigt, Menschen überall zu Jüngern gemacht, getauft und sie empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Auf der anderen Seite wirken der Vater der Lüge und die Geister der Himmelswelt in den Generationen und Geschlechtern der Rebellion, nie zuvor hat es solche Ausmaße an Gewalt und Bösen in allen Gesellschaften gegeben. Alle Versuchungen des Feindes sind offen für jedermann zu erreichen. Unzucht, Unreinheit und Götzendienst finden ihren Weg unmittelbar in die Wohnzimmer, Schlafzimmer und Herzen der Menschen durch die neuen Medien.
In dieser Zeit brauchen wir das heiligende Wirken des Geistes, wir brauchen seinen Beistand und wir müssen zulassen, jeden Tag neu von ihm überführt, ermahnt und bevollmächtigt zu werden. Der Geist ist es, der uns daran erinnert, dass Jesus Christus bald wiederkommt in Herrlichkeit, wir seine herrliche Erscheinung jeden Tag erwarten dürfen. Keiner kennt die Zeit und die Stunde, doch Jesus ermahnt uns, wachsam zu sein, Öl in unseren Lampen zu haben und ihn zu erwarten, anstatt überrascht zu werden, wie ein Dieb in der Nacht. In all dem Elend und der Hoffnungslosigkeit dieser Welt, sollen wir bestimmt sein von der glückseligen Hoffnung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus, dessen Erscheinen wir erwarten.
De facto gibt es in der Bibel mehr Bibelstellen, die von dem zweiten Kommen Christi in Herrlichkeit sprechen als über sein erstes Kommen vor mehr als 2000 Jahren. Sind wir von der Hoffnung seiner Herrlichkeit bestimmt? Diese Hoffnung geht mit der Erziehung zur Heiligkeit einher, denn je mehr wir von Gottes Geist bestimmt werden, desto mehr werden wir von der Erwartung seiner Herrlichkeit bestimmt. Je weniger wir dem Wesen dieser Welt entsprechen, desto mehr werden wir das Wesen Christi herbeisehnen. Je mehr der Geist in uns wirkt, desto klarer haben wir die Hoffnung seiner Wiederkunft vor Augen und desto mehr lassen wir unseren Alltag von dieser Hoffnung bestimmen. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Endzeit, Gottlosigkeit, Wiederkunft
© Bibelstellen: Revidierte Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten
© Andachten: Living Church, Paderborn.











