Bitten um Weisheit


»Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde, ist er doch ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen.« (Jakobus 1,6-8)

Gott ließ Salomo die Möglichkeit, um eine Sache für sein Königtum zu bitten und als Salomon sich für die Weisheit entschied, freute Gott sich über diese hervorragende Entscheidung so sehr, dass er ihm nicht nur Weisheit, sondern auch Reichtum und Ehre dazu gab. Es lohnt sich, sich intensiv mit dem Thema Weisheit im Wort Gottes zu beschäftigen, denn dann lässt sich erkennen, welche Rolle die Weisheit in Gottes Heilsgeschehen am Menschen insgesamt spielt. Die Welt wurde durch die Weisheit Gottes geschaffen, ihre Fundamente sind von der Weisheit getragen. Gottes Weisheit, seine Heiligkeit, Gerechtigkeit und seine Liebe gehören untrennbar zusammen.

Wir sollen und dürfen nach der Weisheit von Gott bitten und diese Weisheit wird es uns ermöglichen, in allen Lebenslagen zu überwinden, Gottes Willen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Im ersten Korintherbrief, Kapitel 3 erkennen wir, dass Christus Gottes Weisheit in Person ist, so wie er die Heiligkeit, die Gerechtigkeit und die Erlösung in Person ist. Von Gottes Weisheit erfüllt zu werden, bedeutet somit nicht nur, eine Gabe zu erhalten, sondern dabei noch so zu werden, wie Christus ist. Wir sollen den Geber mehr begehren als die Gabe, dürfen die Gabe jedoch würdigen, um damit den Geber zu ehren.

In dem heutigen Andachtstext wird – so meine ich – etwas im Zusammenhang mit dem Glauben genannt, das von hoher praktischer Bedeutung ist. Wenn wir um etwas bitten, so z. B. um die Weisheit, dann sollen wir bitten, ohne zu zweifeln! Wenn wir Gott um etwas bitten und dabei Zweifel in unseren Herzen hegen, ob unser Gebet überhaupt erfüllt werden kann, dann sind wir wie eine Meereswoge, wankelmütig und unbeständig! Gott will, dass wir ihn lieben und kennen. Ihn zu kennen bedeutet, mehr und mehr zu verstehen, wie er ist und was er will. Wir verstehen mehr und mehr, wie sehr Gott uns liebt und was er an uns tun will und beten dementsprechend voller Zuversicht und Glauben, dass wir das Erbetene erhalten werden, viel mehr noch (wie Jesus es gesagt hat), schon bereits erhalten haben!

Wenn wir um etwas bitten, so sollen wir ohne Zweifel bitten, dies lehren uns sowohl Jesus als auch Jakobus eindeutig und klar. Hier erkennen wir wieder die Bedeutung des Glaubens und die Tatsache, dass wir Gott ohne den Glauben unmöglich gefallen können. Wie häufig gehen uns unsere geistlichen Ansprüche und Teile unseres Erbes aufgrund unseres Unglaubens verloren. Unglauben bedeutet, an Gottes Gnade und seinem Reichtum zu zweifeln und ihn dadurch nicht mit beiden Händen zu ergreifen. Wir wollen an diesem Tag unseren Glauben aktivieren, allen Zweifel ablegen und voller Zuversicht in allen Dingen zum himmlischen Vater kommen und ihn bitten. Amen.


Autor: Robin J. Malloy

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