Bittere Wurzeln unseres Redens


»Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bild Gottes geschaffen worden sind. Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein! Die Quelle sprudelt doch nicht aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere hervor? Kann etwa, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven hervorbringen oder ein Weinstock Feigen? Auch kann Salziges nicht süßes Wasser hervorbringen.« (Jakobus 3,9-12)

Die Quelle unseres Redens ist unser Herz. Unser Herz kann erfüllt sein mit dem Bösen oder es kann erfüllt sein mit der Gegenwart Gottes, seiner Liebe, seinem Frieden, seiner Freude und seiner Kraft. Sehr häufig werden wir jedoch feststellen, dass unser Herz nicht entweder ganz und gar mit dem Bösen oder ganz und gar mit Gottes Gegenwart erfüllt ist, sondern dass wir in irgendeiner Art und Weise beides bei uns erkennen. Auf der einen Seite sind wir erfüllt mit der Freude des Heiligen Geistes, im nächsten Moment lästern wir oder werden wütend.

Als sehr junger Christ lehrte mich ein geistlicher Mentor, dass das Herz mit einer Wohnung aus vielen Räumen bestehend verglichen werden kann. Im Augenblick unserer Bekehrung steht Jesus vor der Tür unseres Herzens und wir lassen ihn hinein. Er darf in unserem vornehmen Wohnzimmer wohnen, aber lassen wir ihn auch in die tiefen und finsteren Keller unseres Lebens? Es kann sein, dass wir dem Heiligen Geist Raum in einem bestimmten Teil unseres Herzens geben, aber dabei gleichzeitig andere verborgene Bereiche vor ihm zurückhalten.

Wenn wir also in unserem Reden merken, dass Widersprüchliches dabei heraus kommt, wie z. B. Lob und Lästerung, dann spricht dies dafür, dass es noch immer verborgenes Böses in unserem Herzen gibt oder – um mit einem anderen Gleichnis zu sprechen – noch bittere Wurzeln in unserem Herzen sind, die noch nicht von Gottes Geist bearbeitet oder besser gesagt beschnitten worden sind. Auch glaube ich, dass es durchaus möglich für einen Christen ist, Fluch und Segen hervorzubringen, weil wir Sünder und Gerechte zugleich sind, aber es sollte nicht so sein! Wir erinnern uns daran, wie mächtig unser Reden ist, besonders als vollmächtige Kinder Gottes, und dass wir wie Abraham dazu bestimmt sind, gesegnet zu werden und ein Segen zu sein!

Wir sind dazu bestimmt und berufen, mit dem Fluch zu brechen (Christus hat de facto die Macht des Fluches gebrochen und den himmlischen Segen Gottes für uns eröffnet) und Segen über alle Menschen auszusprechen. Wenn wir also merken, dass aus unserem Munde immer noch Flüche, Lästerungen, Lügen und Negatives hervorgeht, sollten wir den Heiligen Geist bitten, die Wurzel dafür in unserem Herzen zu offenbaren. Ist es Stolz, Wut, Zorn, Eitelkeit, Unglaube, Angst, Scham etc.?

Die Ursache für alle Sünden ist in unserem Herzen zu finden, daher sollten wir nicht versuchen, aus eigener Kraft an unseren Aussagen zu „feilen“, sondern vielmehr die Quelle des Bösen in unserem Herzen finden, sie trockenlegen (lassen) und neu an der Quelle des Geistes, seiner Freunde, seines Friedens, seiner Liebe und Kraft anknüpfen und ein Segen sein! Wir dürfen von Gottes Segen übersprudeln. Amen.R


Autor: Robin J. Malloy

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