Christliche Elternschaft


»Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn! Denn das ist recht. ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter’ – das ist das erste Gebot mit Verheißung -,’damit es dir wohlgehe und du lange lebst auf der Erde.’ Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn! « (Epheser 6,1-4)

Die Heiligung umfasst alle Bereiche unseres Lebens, wie wir im Epheserbrief unschwer erkennen können. Wir sind berufen, individuell, in unserer Ehe und in der Familie im Licht Gottes zu leben, nach seinen Geboten zu handeln und von der Weisheit und Kraft des Heiligen Geistes bestimmt zu werden. Gott selbst gründete die Institution der Ehe und gab Adam und Eva den Auftrag, fruchtbar zu sein und sich zu mehren. Das bedeutet, es ist Gottes ausdrücklicher Wunsch und Wille, dass wir liebevolle Familien gründen und fürsorgliche Eltern für unsere Kinder sind.

Wir erinnern uns daran, dass die Ehe eine Ordnung hat, so wie selbst der dreifaltige Gott eine Ordnung hat. Diese Ordnung des dreifaltigen Gottes dient dazu, ihn zu verherrlichen und auch die Ordnung der Ehe dient dem Zweck, Gott zu verherrlichen und das Wesen Jesu Christi zum Ausdruck zu bringen. Unterordnung im Sinne von Epheser 5 ist dabei eine hingebungsvolle Bereitschaft, sich der geistlichen Leiterschaft und Fürsorge des Mannes anzuvertrauen, während die Leiterschaft darin besteht, aus Liebe sein Leben und alles andere für das geistliche und menschliche Wohl der Ehefrau einzusetzen, damit sie geheiligt und untadelig sei und sich ganz und gar in Christus entfalten kann.

Dasselbe gilt für das Verhältnis zwischen Eltern und den Kindern. Gott ist ein Gott der Generationen, der Nachhaltigkeit und des Vermächtnisses. Gott selbst ist der Vater und Christus der Sohn und dies allein zeigt auf, welche Bedeutung die Elternschaft für Gott hat. Gott ist der Vater aller Vaterschaft, d. h. er ist der vollkommene Vater und unsere Erziehung soll auch das Wesen Gottes zum Ausdruck bringen. Ebenso wie im Verhältnis der Ehepartner zueinander, spricht der Text aus dem Epheserbrief sowohl die Kinder als auch die Eltern an: ausgehend von Gottes Gebot sollen sich die Kinder im o. g. Sinne den Eltern vertrauensvoll unterordnen.

Vater und Mutter zu ehren hat eine Bedeutung für das ganze Leben, denn die Beziehung zu den Eltern ist wie eine tiefe Wurzel, aus der wir ein Leben lang schöpfen, selbst wenn die Eltern nicht mehr da sind. Durch die Eltern lernen Kinder das Urvertrauen und Liebe, erst die vertrauensvolle und liebevolle Beziehung zu den Eltern macht Menschen lebens- und beziehungsfähig. Die Eltern tragen die sehr hohe Verantwortung, nicht nur für das leibliche Wohl der Kinder zu sorgen, sondern auch für das geistliche Wohl. Eltern sollen ihre Kinder das Wort Gottes lehren, sie zurüsten, segnen und für sie beten und vor allen Dingen ihnen ein Beispiel des Glaubens sein!

Die Eltern spiegeln Gottes Wesen wider und sollen die Kinder wertschätzend und liebevoll behandeln. Paulus ermahnt die Eltern, die Kinder nicht zum Zorn zu reizen, sondern sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn(!) zu erziehen. Manche Christen betonen die Bedeutung der Züchtigung und plädieren dafür, z. B. ihre Kinder zu schlagen und ihnen jeglichen eigenen Willen zu rauben. Dies hat nichts mit der Bibel zu tun und ist lediglich eine fatale Interpretation (oder besser gesagt: ein Missbrauch) des Wortes Gottes für ihre niedrigen Beweggründe und ihr böses Herz. Wir sollen die Kinder in der Ermahnung des Herrn erziehen, das bedeutet, wir sollen so mit ihnen umgehen, wie Christus mit ihnen umgehen würde: im Geist, in der Liebe, in der Gnade, in der Wahrheit und in der Heiligung. In der Kraft und Liebe des Herrn und nicht in der Kraft der flachen Hand! Amen.


Autor: Robin J. Malloy

Schlagworte: , , , , ,

© Bibelstellen: Revidierte Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten

© Andachten: Living Church, Paderborn.


Drucken Drucken Andacht per EMail versenden Andacht per EMail versenden