»Das Wort ist gewiss; und ich will, dass du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen. Dies ist gut und nützlich für die Menschen.« (Titus 3,8)
Paulus erwartet von Titus, dass er firm und fest in der Lehre und der Erkenntnis über die Wirkung der Gnade Gottes und seines Geistes im Leben von Menschen ist. Paulus hält Titus darüber hinaus dazu an, auf diesen vorangegangenen Lehren zu bestehen und diese weiterzugeben, damit Gläubiggewordene von Anfang an ein starkes und gesundes Glaubensleben führen. Die jung sind im Glauben sollen von Anfang an mit dem Bewusstsein wachsen, dass sie nicht nur glauben, um erlöst zu sein, sondern auch, damit Christus durch den Glauben und das Wirken des Heiligen Geistes im Hier und Jetzt, im konkreten Alltag Gestalt annehmen kann. Es gibt so viele Christen, die zwar eine Vorstellung davon haben, dass sie eines Tages „in den Himmel kommen“, aber keine Ahnung davon, was es bedeutet, wenn wir beten: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden!“
Paulus will, dass die zum Glauben gekommenen, von Anfang an durch das Vorbild und die Lehre des Titus wissen, dass der Glauben immer die Heiligung und die Werke beinhaltet, die durch den Geist hier auf Erden hervorgebracht werden, denn ohne Werke ist der Glaube bekanntlich tot. Paulus will, dass die jungen Christen sich nicht auf die „faule“ Haut legen und sich auf ihrer Erlösung ausruhen, sondern, dass sie um gute Werke bemüht sind, was natürlich nicht bedeutet, dass sie die Werke aus eigener Kraft hervorbringen sollen, sondern sich von ganzem Herzen der Leitung des Geistes unterwerfen und sich dem Königreich Gottes hingeben, so dass Christus durch sie wirken kann. Ein Christ, der die gesunde Lehre genossen hat, weiß, dass er dazu berufen ist, die Werke Christi fortzusetzen, er kreist nicht permanent um die eigenen Sorgen und Schwächen, sondern stellt das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit an die erste Stelle.
Es ist nützlich und für eine gesunde geistliche Entwicklung unabdingbar, dass wir uns zu einer Reife entwickeln, die geistliche Werke an uns deutlich erkennen lässt. Nicht, dass wir darauf stolz sein können, aber dankbar, denn die Gnade des Herrn ist es, die an uns und durch uns Wunderbares vollbringt. Durch den Glauben und die Führung des Geistes müssen wir kein laues und fruchtloses Christsein fristen, sondern können tatkräftig erleben, wie Gottes Macht in uns wirksam wird, im Kleinen, wie im Großen. Es ist gut und wichtig für uns, dass wir geistliche Forschritte machen und geistlich „produktiv“ sind, gut für uns, und gut für die Menschen, denen wir mit unseren Gaben und Früchten des Geistes dienen. Das griechische Wort für “bemühen” lautet „phrontizo“, was auch so viel heißt wie „Sorge darum tragen“ oder „die Gedanken darauf zu fixieren“. Es soll also unser beständiges Bestreben und Bemühen sein, dass Christi Werke in uns Gestalt annehmen, durch seinen Geist, der in uns lebt. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Werke
© Bibelstellen: Revidierte Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten
© Andachten: Living Church, Paderborn.











