»’Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.’ Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde. Jedenfalls auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber, dass sie Ehrfurcht vor dem Mann habe!« (Epheser 5,31-33)
Die Ehe ist eine Institution von Gott, er hat sie eingerichtet, er ist der Schirmherr, der Versorger, der Mittelpunkt und das Ziel jeder Ehe. Aus der Ehe wachsen Früchte des Lebens hervor und eine Familie entsteht. Kinder als Geschenk Gottes wachsen heran, werden selbst zu Frauen und Männern Gottes und widmen ihr Leben dem Gott, der sie schuf. An dem vorbestimmten Zeitpunkt lernen sie den Ehepartner kennen, den Gott für sie vorgesehen hat und verlassen Vater und Mutter, um eine eigene Familie zu gründen.
Unser Gott ist ein Gott der Singles, der Ehen, der Familien und der Generationen. Gott liebt die von ihm eingerichtete Familie und er liebt es, seinen Segen über die Generationen weiterzugeben. Gottes Verheißungen beziehen immer die kommenden Generationen mit ein, er denkt nicht nur an die Gegenwart, sondern ist in all seinem Denken, Handeln und Planen immer auch schon bei den nächsten Generationen. Unser Gott ist ein Gott der Nachhaltigkeit und des Vermächtnisses. Er will in unserem Leben so wirken, dass wir ein geistliches Vermächtnis für die nächsten Generationen hinterlassen.
Das Geheimnis der Ehe dabei ist – wie Paulus es im heutigen Andachtstext ausdrückt – groß! Der Mann und die Frau werden ein Fleisch, d. h. sie spiegeln die Einheit Gottes wider, eine lebensspendende Einheit im Band des Geistes und der Liebe. Die Ehepartner vereinigen sich und erkennen sich, wie es im Alten Bund als Ausdruck der Intimität heißt. Durch die Sünde ist diese Einheit und Intimität gestört, doch durch das Blut Jesu Christi, durch sein Sühnewerk, kann diese vollkommene Einheit wieder hergestellt werden. Von daher ist jede Ehe immer ein Bund, der sich auf dem Bund des Blutes Christi gründet.
Ich glaube, dass es für Ehepartner von besonderer Bedeutung ist, immer wieder gemeinsam das Abendmahl zu halten, um gemeinsam um Vergebung der Sünden zu bitten und den gemeinsamen Bund durch das Blut Jesu Christi immer wieder zu erneuern. Das Blut reinigt uns von aller Schuld, allen Übertretungen und aller Lieblosigkeit und bewahrt uns vor den Angriffen des Feindes. Durch das Blut werden wir miteinander versöhnt und erneuert. Das Brot erinnert uns, dass wir als Ehepartner ein Leib in Christus sind und die Einheit dieses Leibes bewahrt werden muss.
Ich plädiere daher für eine Familientradition des gemeinsamen Abendmahls, um sich gemeinsam immer wieder an das zu erinnern, was Christus für uns getan hat und an das, was das Fundament jeder Ehe und Familie ist: die Versöhnung durch Christi Leib und Blut. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Abendmahl, Ehe, Familie, Generationen, Mann und Frau
© Bibelstellen: Revidierte Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten
© Andachten: Living Church, Paderborn.











