Die Gemeinde Jesu Christi


»Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien und gesetzliche Streitigkeiten vermeide! Denn sie sind unnütz und wertlos. Einen sektiererischen Menschen weise nach einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung ab, da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt und durch sich selbst verurteilt ist!« (Titus 3,9-11)

Die Gemeinde Jesu Christi hat eine klare Berufung: sie ist als Leib Christi sein Vertreter auf Erden und soll sein begonnenes Werk weiterführen, bis er wiederkommt. Die Gemeinde Jesu Christi ist der Tempel des Heiligen Geistes, der durch sein Wirken Zeugnis von Christus in dieser Welt ablegt. Die einzelnen Glieder sind geistbegabt und sollen das Evangelium Christi verkünden, begleitet von Wundern und Zeichen Gottes. Die Gemeinde ist Haushalter der Gnade Gottes, der ihr seine Gegenwart schenkt und sie dadurch zu einem Raum seiner Liebe, seines Friedens, seiner Freude und seiner Kraft macht.

Die Gemeinde Jesu Christi ist die Manifestation des Königreiches Gottes, sie ordnet sich Jesus Christus als Herrn und König ganz und gar unter und lebt in einer innigen Beziehung zum Auferstandenen. Christus ist der Mittelpunkt der Gemeinde und die Glieder sind durch den Heiligen Geist miteinander verbunden. Die Gemeinde hat Autorität gegenüber den Mächten der Finsternis, kann diese binden und die Pforten zu den Segnungen des Himmels öffnen. Die Gemeinde kann von den Pforten der Hölle nicht überwunden werden, sie überwindet diese vielmehr, denn Gott führt sie in einem Siegeszug einher. Die Gemeinde ist das Anschauungsmaterial Gottes für die bösen Mächte, an ihr offenbart er seine Souveränität und Macht.

All dies macht deutlich, was die Gemeinde nicht ist, sie ist nicht ein Ort der Streitfragen, Zänkereien und gesetzlichen Streitigkeiten. Die Gemeinde ist nicht ein Ort der Zwietracht und des Machtgerangels, der Intrigen und Hinterhältigkeiten. Die Gemeinde ist nicht berufen, sich um nichtige Streitfragen zu kreisen und unnütze und wertlose Diskussionen zu führen. Die Gemeinde ist nicht ein Ort der Finsternis, des Neids und der Habgier, der Partikularinteressen und der Eigenbrötlerei. Die Gemeinde ist kein Ort der Heuchelei, der Falschheit und der Verlogenheit. Zumindest sollte sie all dies nicht sein. Was jedoch entscheidet darüber, wie die Gemeinde ist, ob sie so ist wie sie sein sollte oder wie sie nicht sein sollte? Es ist unser Herz.

Paulus beschreibt zwei Dinge als den Tempel des Heiligen Geistes: es sind wir persönlich, unser Herz und es ist die Gemeinde. Beide Dinge sind unmittelbar verwoben. Wenn unser Herz falsch ist, werden wir mit diesem falschen Herzen die Gemeinde beeinflussen, wenn unser Herz rein ist, wird auch die Gemeinde davon profitieren. Wir sind berufen, unser Herz von Zank, Streit, Torheit, Unreinheit etc. zu reinigen, damit auch die geistliche Gemeinschaft von diesen Dingen nicht bestimmt wird. Wir sind auch berufen, aufeinander zu achten und einander zurechtzuweisen, damit die Einheit im Band des Geistes erhalten bleibt und wir weiterhin unserer Berufung nachgehen. Wenn wir erkennen, dass Streit und Zank und Gesetzlichkeit Raum nehmen, müssen wir dagegen stehen, denn diese Dinge kommen nicht aus dem Geist, sondern sie sind fleischlich und dämonisch. Wir lassen nicht zu, dass diese Dinge unser Herz oder die Gemeinde bestimmen. Amen.


Autor: Robin J. Malloy

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