Die Heiligkeit der Gemeinde


»… damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.« (Epheser 5,27)

Das Verhältnis Christi zur Gemeinde ist wie das eines Mannes zu seiner Braut. Jesus Christus liebt die Gemeinde so sehr, dass er bereit war, sein Leben für jeden Einzelnen in der Gemeinde zu geben und sein Blut zu vergießen. Das Ziel Jesu mit der Gemeinde (seiner Braut) ist es, sie vollkommen zu machen, bis zu dem Tag hin, wo er die Gemeinde zu sich hin und zum Hochzeitsmahl des Lammes entrücken wird. Christus ist das Haupt der Gemeinde, d. h. er leitet sie und führt sie, er ist der eigentliche Hirte und Lehrer der Gemeinde.

Das konkrete Ziel Jesu mit der Gemeinde kann mit zwei Begriffen aus dem heutigen Andachtstext zusammengefasst werden: Christus will die Gemeinde in die Herrlichkeit und in die Heiligkeit führen. Heiligkeit bedeutet, dass die Gemeinde Jesu Christi ganz und gar rein ist von allen Einwirkungen des Bösen, von allem Schmutz, von der Finsternis und der Lüge. Heilig sein bedeutet, ganz abgesondert zu sein von dem Bösen und abgesondert sein für Gott! Um die Gemeinde zu heiligen, hat Christus sein Blut vergossen, er selbst wurde zu unserer Heiligkeit, wie es im 1. Korintherbrief 1 Vers 30 heißt. Der Geist der Heiligkeit hat nun die Aufgabe, an uns diese Heiligkeit Christi wirksam werden zu lassen.

Der Prozess der Heiligung ist ein Prozess der kontinuierlichen und fortdauernden Reinigung von der Sünde, ein beständiger Bruch mit dem Bösen, mit Gewohnheiten, die Gott missfallen. Jesus Christus wird dem Vater eine vollkommene Braut präsentieren, sie wird keine Runzeln und keinen Flecken aufweisen. Ich glaube, dass wir in der Endzeit leben und die Entrückung erwarten sollten. Diese Phase des Gemeindezeitalters ist die Phase der Heiligung, d. h. der Geist Gottes wirkt mächtig darin, Christen der Lauheit, der Finsternis und der Sünde zu überführen, Verborgenes aufzudecken und ans Licht zu bringen.

Wirklich erweckte Gemeinden tragen bestimmte Kennzeichen, Kennzeichen der fortdauernden gemeinschaftlichen Heiligung, Überführung, Vergebung und Transformation des Wesens, Denkens und Handelns der Einzelnen. Jesus will seine Braut heiligen und gerade die Ehe soll solch ein Raum der Heiligung sein. Unzucht, Unreinheit etc. haben keinen Raum in der Ehe, sie ist wie eine Festung gegen die wuchernde Sünde. Dennoch versucht der Feind diese Festung zu stürmen und durch seine listigen Verführungen den Prozess der Heiligung zu untergraben. Deshalb ist es so wichtig, dass der Mann seine besondere Rolle als Leiter und Hirte der Ehe wahrnimmt, in der Reinheit wandelt und die Mächte der Finsternis in der Autorität Christi bindet.

Die Reinigung und Heiligung der Gemeinde beginnt Zuhause, in unseren Häusern, Wohnungen, Schlafzimmern, Arbeitszimmer etc. Wir müssen unsere Häuser mit dem Blut des Lammes bestreichen, geistliche Gemeinschaft mit dem Ehepartner und der ganzen Familie haben, dem Geist der Heiligung in uns Raum geben. Von dort setzt sich dieser Heiligungsprozess fort, in der Gemeinde und dann in der Gesellschaft. Christi erklärtes Ziel mit uns, seiner Braut ist: die Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen kann. Amen.


Autor: Robin J. Malloy

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