»Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke!« (Epheser 6,10)
Die letzten Verse des 6. Kapitels sowie des gesamten Briefes an die Epheser beschäftigen sich mit der so genannten geistlichen Waffenrüstung. Bereits im 5. Kapitel wurden wir auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass wir im Licht leben und die Finsternis meiden sollen. Mit der Finsternis sind die Sünde, die Lüge und die gefallenen Engel gemeint, die wir nun Dämonen nennen. In den folgenden Versen werden wir mehr über die Struktur der geistlichen Mächte der Finsternis erfahren. Doch bevor Paulus die Strukturen erläutert und auf die geistliche Waffenrüstung eingeht, stellt er das Wichtigste voran.
Den Kampf gegen die Mächte der Finsternis können wir selbst, aus eigener Kraft nicht bestehen. Bei dem Satan handelt es sich um einen der ehemals mächtigsten Engel mit einer zigtausendjährigen Erfahrung darin, Männer sowie Frauen zu verführen und sie zu vernichten. Aus uns selbst heraus könnten wir nichts gegen den Feind ausrichten, aber das Wunderbare ist: wir leben nicht mehr aus uns selbst heraus, sondern Christus lebt in uns und wir in ihm! Paulus ruft uns auf, stark zu sein in dem Herrn und hier werden die ersten zwei Punkte hervorgehoben:
1. Wir können nur bestehen, wenn wir in Christus sind!
Die Dimension „in Christus“ umfasst das gesamte Spektrum der Erlösung. Wir wissen uns von der Sklaverei der Sünde und des Todes befreit, d. h. der Satan hat kein Recht und keinen Anspruch, uns auch nur ein wenig zu schaden. Christus ist unsere Festung, unsere Burg, in der wir sicher sind. In Christus zu sein bedeutet, in ihm verwurzelt zu sein, eine lebendige Beziehung zu Christus zu führen. Darüber hinaus bedeutet in Christus zu sein, sein Wort zu lesen und zu hören, d. h. wir müssen viel Zeit mit dem Wort Gottes verbringen. Letztlich bedeutet in Christus zu sein, seinem Wort zu gehorchen und die Autorität des Wortes in Anspruch zu nehmen. In Christus zu sein ist ein Status, von dem aus wir Autorität über die Mächte der Finsternis erhalten. Wir sprechen im Namen Jesu, in seiner Autorität, als seine Botschafter, und so, wie die Mächte der Finsternis Christus gehorchen mussten, müssen sie auch uns gehorchen.
2. Wir sollen stark sein!
Stark zu sein bedeutet, sich nicht gehen oder fallen zu lassen, sondern ausdauernd(!), geduldig(!), hingegeben(!), beständig(!), mutig(!) und zuversichtlich(!) zu sein. Stark zu sein ist zunächst einmal eine Entscheidung dafür, nicht in der Schwachheit zu bleiben, nicht in Selbstmitleid und Lauheit zu versinken, sondern Gottes Verheißungen und die uns gegebene Autorität zu ergreifen. Stark zu sein bedeutet nicht, darauf zu warten, bis wir uns stark fühlen, sondern stark sein bedeutet, sich aufzumachen, stark sein zu wollen und aus der Quelle zu schöpfen, die uns stark macht: die Macht seiner Stärke! Aus der Quelle seiner Macht und Stärke zu schöpfen heißt, sie zu kennen, zu verstehen und in Anspruch zu nehmen. Wissen wir, welche Macht und Stärke Christus gegen den Feind hat? Ein Blick in die Evangelien frischt unser Wissen diesbezüglich auf und zeigt uns, was noch heute in unserem Leben möglich ist. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Autorität, Dämonen, Engel, Finsternis, in Christus, Macht, Mächte, Stärke
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