»… und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens!« (Epheser 6,15)
Neben dem Gürtel der Wahrheit und dem Brustpanzer der Gerechtigkeit sollen wir die Stiefel der Bereitschaft tragen, das Evangelium des Friedens zu verkünden. Im Zusammenhang mit den Stiefeln wird noch einmal etwas ganz Wichtiges deutlich: die Waffenrüstung beinhaltet nicht nur Gegenstände des passiven Verhaltens, sondern wir müssen aktiv werden, wenn wir effektiv vor den Angriffen des Feindes geschützt werden und diesen überwinden wollen. Manche Christen sind so sehr mit sich selbst beschäftigt und kümmern sich so sehr um ihr eigenes Seelenheil, dass sie dabei nicht mehr daran denken, dass sie hier auf Erden sind, weil sie das Evangelium verkünden sollen!
Die Stiefel dienen u. a. dazu,
- die Füße vor den Unebenheiten des Bodens, vor spitzen Gegenständen, Pflanzen etc. zu schützen,
- die Knöchel, Sehnen und Bänder vor Verletzungen zu schützen,
- Gehen über weite Strecken zu ermöglichen,
- ggf. Höhen zu erklimmen und bei Abstiegen nicht zu rutschen,
- in allen Lagen einen festen Stand und Halt zu geben.
Wie wir sehen, sind die Stiefel sehr wichtig und haben auch etwas mit Ausdauer und Anstrengung zu tun. Wenn ein Soldat seine Stiefel nicht trägt, macht ihn das untauglich für den Krieg, denn ohne Stiefel ist es unmöglich, Distanzen zu überbrücken und im Kampf zu bestehen. Dies bedeutet also, dass wir nur dann im Kampf bestehen können, wenn wir unsere „Kernaufgabe“ nicht vergessen, sondern diese vielmehr mit Hingabe, Leidenschaft und Ausdauer verfolgen! Unsere Kernaufgabe besteht darin, das Evangelium Jesu Christi zu verkünden, aus diesem Grund sind wir noch auf der Erde! Wenn ein Christ diese Kernaufgabe vergisst, wird er nicht bestehen können, sich verletzen, straucheln oder gar fallen!
Wir müssen verstehen, dass wir zum aktiven Kampf gegen das Böse berufen sind und wir uns nicht passiv verhalten dürfen. Anstatt uns zu „verkriechen“, sollen wir „das Heft in die Hand“ nehmen und das Licht in die Finsternis bringen. Manchen fällt vielleicht schwer zu verstehen, dass es ihnen schlecht geht, weil sie das Evangelium Christi nicht verkündigen. Sie wundern sich über die beständigen Niederlagen, Schwierigkeiten, die Schwachheit, das ständige Fallen in den Versuchungen und sonstigen Nöten, ihre Schwachheit im Glauben und begreifen nicht, dass die Kernaufgabe der Verkündigung des Evangeliums zwingend die Gesundheit des geistlichen Lebens bestimmt.
Paulus sagt an anderer Stelle, dass wir jederzeit(!) bereit sein sollen, Zeugnis von unserem Glauben abzulegen und wiederum erinnert er uns daran, dass der Glaube durch die Verkündigung entsteht. Jesus sandte seine Jünger aus, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben und das Reich Gottes zu verkünden. Die unmittelbare Auswirkung der Ausgießung des Heiligen Geistes bestand darin, dass sie unmittelbar das Evangelium auf den Straßen und Plätzen verkündeten! Ich glaube, dass wir als Leib Christi Buße nötig haben, da wir häufig straucheln und fallen, weil wir nicht gestiefelt sind und unsere Kernaufgabe vergessen. Wir sind so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir aus den Augen verlieren, warum wir überhaupt hier auf Erden sind und noch nicht bei Christus: den Verlorenen die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkünden. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Evangelium, Kernaufgabe, Verkündigung, Waffenrüstung
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