Die Unterordnung der Frau


»Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat …« (Epheser 5,24-25)

Gott ist die vollkommene Liebe und die drei Personen des dreifaltigen Gottes sind in vollkommener Liebe verbunden. Wenn es um die überlebensnotwendigen Ordnungen Gottes geht, müssen wir immer berücksichtigen, dass diese Ordnungen ein Ausdruck der vollkommenen Liebe Gottes sind. Wir dürfen nicht bestimmte Begrifflichkeiten der Bibel nehmen und sie aus unseren menschlichen Gesichtspunkten heraus interpretieren, sondern wir müssen sie im Licht des Wesens Gottes sehen. So auch mit dem Begriff der Unterordnung. Ordnung an sich, so dann auch die „Unterordnung“, haben immer das Ziel, das Leben des Menschen zu schützen, zu segnen und gedeihen zu lassen.

Christus ordnet sich dem Vater unter, wobei diese Unterordnung eine vertrauensvolle Liebesbeziehung meint. Das Verhältnis zwischen Jesus und dem Vater ist eine Beziehung der Hingabe, der Liebe, der Fürsorge und der gegenseitigen Verherrlichung. Dies gilt ebenso für das Verhältnis zwischen Christus und der Gemeinde. Er ist das Haupt der Gemeinde und die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde ist eine der gegenseitigen liebevollen Hingabe. D. h. es gibt keine Gehorsamsforderung ohne den vorhergehenden Gehorsam Christi, ohne seine völlige Hingabe bis zum Tod am Kreuz. Wenn also in der Bibel von der Unterordnung der Frau unter ihrem Mann die Rede ist, dann geht es um ein Beziehungsverhältnis, welches wie das des Christus zur Gemeinde ist!

Der Mann soll die Frau also nicht beherrschen, bevormunden, unterdrücken oder gering schätzen, sondern vielmehr höher schätzen als sich selbst. Der Mann soll bereit sein, sein Leben für das geistliche und menschliche Wohlergehen der Frau zu investieren, ihr einen Raum der Liebe und des Gedeihens zu schaffen und diesen Raum unter allen Umständen vor den Einflüssen des Bösen durch die Vollmacht im Geist zu schützen. Es gibt christliche Kreise, in denen eine besonders fatale Auslegung aller Verse der Bibel gelebt wird, die über die Unterordnung der Frau sprechen. Frauen werden dort wie die zweite Wahl behandelt, sie werden unterdrückt, bevormundet und in Unfreiheit gehalten (und das alles im Namen der Bibel).

Dies entspricht nicht dem Wesen Christi und dieses Verständnis geht völlig an der biblischen Aussage vorbei. Diese Männer erheben den Anspruch, über die Frau zu herrschen, ohne jedoch das Wesen und die Liebe Christi in sich zu tragen. Sie sehen ihre Stellung als Privileg, anstatt als Berufung zum Dienen, so wie Christus der Gemeinde dient. Wenn wir Einblicke in die geistliche Konstitution eines Mannes erhalten wollen, sollten wir ihn fragen: Wie geht es Deiner Frau? Fühlt sie sich von ihrem Mann geistlich versorgt und am inneren Menschen gestärkt und gefördert? Gibt es eine gemeinsame Vision und Berufung und eine verantwortungsvolle Leiterschaft des Mannes, die behutsam aber gleichzeitig zielgerichtet die Erfüllung der Pläne Gottes anstrebt?

Leitung, „Übergeordnetsein“, bedeutet bei Christus immer Hingabe, Liebe und Dienst zur Auferbauung und Stärkung in der Erkenntnis, der Liebe, der Hoffnung und des Glaubens. Amen.


Autor: Robin J. Malloy

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