»Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern. Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne die Werke nutzlos ist?« (Jakobus 2,19-21)
An dieser Stelle räumt Jakobus noch einmal mit dem falschen Verständnis von Glauben auf, das viele Christen meines Erachtens nach betrifft. Viele sprechen aus: „Ich glaube schon an die Tatsache, dass Jesus für meine Sünden am Kreuz gestorben ist“, ohne dass sich jedoch wirklich etwas an ihrer Persönlichkeit, ihrem Leben oder ihrem Umfeld ändert. Sie verstehen Glaube im Sinne von „Kopfglauben“, ohne ihr Herz wirklich für Jesus und für das Handeln des Heiligen Geistes zu öffnen und sich verändern zu lassen. Es gibt viele Menschen, die von sich behaupten, an Gott zu glauben, sie meinen damit jedoch nicht das, was die Bibel meint. Sie glauben, dass ein Gott (oder so etwas ähnliches zumindest) irgendwo existiert, ohne jegliche Konsequenzen für ihr Leben.
Auch der Teufel und die Dämonen glauben an Gott, d. h. also, dass diese Art von Glauben definitiv nicht reichen kann. Wir können an Gottes Existenz glauben, ohne gerettet zu sein, ohne die verändernde Kraft Gottes im Leben zu erfahren oder ohne wirklich überhaupt eine Beziehung zu Gott zu pflegen. Wenn wir in dieser Form des Glaubens leben, offenbart dies letztlich unseren Stolz und unsere Rebellion, weil die Erkenntnis der Existenz Gottes nicht dazu führt, dass wir uns Gott ganz und gar hingeben. Etwas Für-wahr-zu-halten, ohne die erforderlichen Konsequenzen daraus zu ziehen, kann schlimmer sein, als letztlich von einer „Nichtexistenz“ auszugehen.
Der Satan weiß genau, dass es Gott gibt und dennoch führt dies bei ihm dazu, sich gegen diesen Gott zu erheben. Es war und ist sein Stolz und seine Eitelkeit, die ihn – obwohl er Gott kannte – in das Verderben stürzten. Wir müssen daher sehr achtsam sein, uns nicht in die Irre führen zu lassen und uns immer wieder darüber bewusst werden, an welcher Stelle wir zwar an Gott glauben, seine Verheißungen kennen, aber unser Stolz und unsere Eitelkeit es verhindern wollen, Gott wirklich an uns handeln zu lassen und ihm so gehorsam zu sein. Gott sieht genau, was in unserem Kopf und was in unserem Herzen vor sich geht. Gott will beides, aber er will vor allen Dingen das Herz.
Wir geben uns immer dann mit einem nutzlosen Glauben zufrieden, wenn wir „selbstgenügsam“ sind und nur unsere Ehre, jedoch nicht die Ehre Gottes suchen. Wir glauben dann an Gott, ohne ihn wirklich ernst zu nehmen. Wir haben alles im Kopf, aber sind zu eitel, unsere Herzen beschneiden zu lassen, was aber zwingend notwendig ist, wenn wir wirklich Veränderung erleben und hervorrufen wollen. Die Werke erwachsen nämlich aus unseren Herzen, aus der Liebe zu Gott und nicht aus dem Wissen über ihn. Wir wollen Gott also bitten, alle Eitelkeit, allen Stolz und alle Leidenschaftslosigkeit zu nehmen, uns dort zu beschneiden, wo es wichtig ist, damit die Früchte des ewigen Lebens wachsen und wir in den Werken wandeln können, die schon für uns vorbereitet sind. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Beschneidung, Glaube, Herz, Rebellion, Stolz
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