Ermahnung durch geistliche Leiterschaft


»Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei in guten Werken. Dies rede und ermahne und überführe mit allem Nachdruck! Niemand soll dich verachten!« (Titus 2,14-15)

Jesus Christus litt und starb am Kreuz von Golgatha für unsere Sünde und Schuld. Er wurde für uns zum Fluch, damit wir den Segen Abrahams empfangen können. Die Konsequenzen all unseres Ungehorsams und unserer Rebellion gegenüber Gott, all unseres Unglaubens und unserer Hartherzigkeit ertrug Jesus. Jesus war bereit, sich selbst ganz und gar hinzugeben, er hielt weder an seiner Göttlichkeit, noch an seinem Leben, ja nicht einmal an seiner Nähe zum Vater fest. Er war bereit, die Herrlichkeit Gottes zu verlassen und selbst die vollständige Trennung vom Vater auf sich zu nehmen, als die Last der Sünden dieser Welt auf seinen Schultern ruhte und diese Sünde wie eine Mauer zwischen Jesus und dem Vater stand.

Jesus zahlte den Preis für unsere Gefangenschaft und dieser Preis bestand nicht in Silber oder Gold, sondern in seinem eigenen Blut. Jesus kaufte uns von aller Gesetzlosigkeit los, wir waren wie Vogelfreie, den Mächten der Sünde und des Todes durch unsere eigene Entscheidung hilflos ausgeliefert. Wir waren nicht Teil seines Volkes, ohne Erbe bei Gott und Fremdlinge. Genauer gesagt zählten wir zu den Feinden Gottes, denn unser Herz war bestimmt von Götzendienst, Stolz, Habsucht, Neid und Rebellion gegen Gott. Wir waren nicht einmal Teilhaber am Alten Bund, standen nicht einmal unter dem Gesetz Moses und den Bündnissen Abrahams und Davids, sondern waren dem Fluch des Todes untertan.

Nun hat uns Christus durch sein Blut gereinigt und geheiligt und uns dem Eigentumsvolk Gottes hinzugefügt. Mehr noch, wir sind Gottes Kinder geworden, Teil der Gemeinde Jesu Christi, die größer ist als die Versammlung am Berg Horeb. Wir sind erfüllt mit dem Heiligen Geist, auf Ewigkeit besiegelt als Erben Gottes und Teilhaber an seinem Reich. Wir sind die Brüder und Schwestern des erstgeborenen Sohnes Gottes geworden, welcher in uns lebt. Christus lebt in uns und wirkt durch uns, wodurch die Gebote Gottes nicht nur in unser Herz geschrieben wurden, sondern wir auch noch fähig sind, die Werke Christi in dieser Welt zu vollbringen. Der Eifer des Herrn Zebaoth brennt in unseren Herzen und durch die Kraft des Heiligen Geistes können wir eifrig sein in guten Werken, durch die der Vater im Himmel verherrlicht wird.

Ermutigung und Ermahnung, Zurüstung und Zurechtweisung, Auferbauung und Beschneidung, dies alles ist Gottes Wirken an uns auf der Grundlage des Heilswirkens Christi. Er gab uns das Heil und nun transformiert er unser Wesen. Er gab uns einen neuen, beständigen Geist, nun heilt und erneuert er unsere Seele. Dies tut er auch durch geistliche Leiterschaft, durch den hingebungsvollen Dienst derer, die der Herr gebraucht, um von dem Heil und der Heiligung zu reden, zu ermahnen und zu überführen und dies mit allem Nachdruck, wie es Paulus Titus zu tun aufgetragen hat. Wir sollen diejenigen nicht verachten, die diesen wichtigen Dienst an uns tun, sondern es als Gottes Gnade betrachten, wenn wir mit Worten des Heils beschenkt und mit Worten der Ermahnung beschnitten werden. Amen.


Autor: Robin J. Malloy

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