Freundschaft mit Gott


»Und die Schrift wurde erfüllt, welche sagt: “Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet”, und er wurde “Freund Gottes” genannt.« (Jakobus 2,23)

Der Glaube wird durch die Werke vollendet. Dies ist eine wunderbare Umschreibung des Verhältnisses zwischen Glauben und Werken. Der Glaube kommt durch die Predigt des Wortes. Die Worte Gottes beeinflussen unsere Gedanken und der Geist Gottes beeinflusst unser Herz und unsere inwendigen Dynamiken. Aus den fleischlichen und emotionalen Dynamiken wird die Dynamis, die inwendige Kraft des Heiligen Geistes. Diese Dynamis Gottes wiederum bahnt ihren Weg aus dem Herzen in unseren Mund und in den Rest des Körpers, der wiederum Handlungen hervorruft. Diese Dynamis hat vielfältige emotionale Ausdrucksweisen, die wichtigsten hierbei sind Friede, Freude und Liebe.

Wenn die Dynamis des Geistes in Form von Liebe unser Herz bestimmt, werden unsere Gefühle, unser Reden und Handeln von dieser Liebe bestimmt. Diese Liebe des Herzens geht dann Hand in Hand mit unseren Gedanken, die von der Wahrheit über Gott, uns selbst und den Nächsten bestimmt werden. Glauben bedeutet also, dass unsere Gedanken von der Wahrheit Gottes, unsere Gefühle von der Liebe, der Freude und dem Frieden Gottes und unser Körper von der tätigen Liebe und dem Handeln der Gerechtigkeit bestimmt werden. Alle vier, die Freude, der Frieden, die Liebe und die Gerechtigkeit sind gleichzeitig eine Kraft, es ist die göttliche Kraft der Freude, des Friedens, der Liebe und der Gerechtigkeit, und diese Kraft ist es, die uns verändert und uns in die Lage versetzt Gottes Willen zu tun.

Glaube ist also somit etwas sehr Umfassendes und Tiefgreifendes. Glaube bestimmt unsere Gedankenwelt, unsere Gefühle und unser Handeln. Dies kann mit einer Beziehung verglichen werden. Wenn wir einen Menschen wirklich lieben, dann umfasst dies unseren Kopf, unser Herz und unsere Hand. Glaube ist somit nichts anderes als eine liebevolle Beziehung oder eine – so lehrt der heutige Andachtstext – Freundschaft mit Gott. Wenn Gott unser Freund ist, wird es uns nicht schwer fallen, ihm zu vertrauen und ihm noch mehr Raum in unserem Herzen zu geben. Abraham glaubte mit Kopf, Herz und Hand, weshalb ihm dies zur Gerechtigkeit gerechnet und er als Gottes Freund bezeichnet wurde! Amen.


Autor: Robin J. Malloy

Schlagworte: , , , , , , , ,

© Bibelstellen: Revidierte Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten

© Andachten: Living Church, Paderborn.


Drucken Drucken Andacht per EMail versenden Andacht per EMail versenden