Gottes Prinzipien


»… und ihr Mund redet stolze Worte, und sie bewundern Personen um des Vorteils willen.« (Judas 1,16)

Ich denke, dass wir den Versuch mit der Ratte, die entweder Nahrungsmittel oder Heroin auswählen konnte, nicht vergessen sollten. Folgen wir dem Willen, unsere Begierden sofort und kurzfristig zu sättigen und nehmen wir dabei die verderbende Wirkung und die Mangelerscheinungen in Kauf, die das Gift der Sünde und des Todes mit sich bringen? Diese Frage bezieht sich auf kurzfristige Entscheidungen, aber auch auf strategische und langfristige Entscheidungen, immer geht es darum, ob wir Gott mehr vertrauen als den Verlockungen dieser Welt und ob wir bereit sind, das wahre Erbe nicht für billigen Tand aufs Spiel zu setzen. Dies gilt für unsere Berufung, unsere Pläne wie auch für unsere Beziehungen.

Sehr viele Beziehungen gehen heutzutage in die Brüche, weil die Menschen Beziehungen eingehen, so wie sich die Ratte für das Heroin entschied: zur Sättigung der sofortigen und kurzfristigen Begierden und Leidenschaften. Beziehungen dienen dem Zweck der Bedürfnissättigung und ist das Bedürfnis vorerst gestillt oder treten in der Beziehung Hinderungsfaktoren oder Sättigungsblockaden ein, dann muss eben eine neue Beziehung her. Ich spreche dabei nicht davon, dass jede Trennung diesen Mechanismen folgt, meines Erachtens aber immer mehr und mehr. Das Problem, das dabei entsteht, ist, dass Menschen aus dem Blick verlieren, dass diese kurzfristige Bedürfnissättigung sie nicht in die Lage versetzt, durch nachhaltiges und verantwortliches Handeln Voraussetzungen für das Glück in der Zukunft zu schaffen und diese emotionale Armut sich eines Tages schädigend auswirken wird.

Diese Menschen begreifen nicht, dass sie Teil eines größeren Systems sind, das sich nicht nach ihren Prinzipien richtet, sondern nach Gottes Prinzipien und zu diesen zählen Glaube, Vertrauen, Geduld, Langmut, Hingabe, Gehorsam und Liebe, um nur einige zu nennen. Diese Prinzipien sind es, die ein ganzheitliches, nachhaltiges und erfülltes Leben mit sich bringen. Wir suchen ständig nach unserem Vorteil, selbst wenn wir uns auf Beziehungen einlassen, haben dabei jedoch nicht die Weisheit zu erkennen, dass Vorteile immer Nachteile für andere mit sich bringen und eines Tages wir selbst es sind, die in einem System von Säen und Ernten den Nachteil haben werden. Wir bewundern Menschen, die nach dem System der Welt Erfolg haben und versprechen uns dabei noch, durch diese Menschen Vorteile zu erhaschen.

Wirklichen Erfolg können wir jedoch nur haben, wenn wir Gott ganz und gar vertrauen und ein Bündnis mit Gott eingehen. Wenn wir uns nach Gottes Prinzipien richten werden wir den Vorteil haben, auch wenn es kurzfristig so aussieht, als würden wir den Nachteil gegenüber denen haben, die gegenüber Gottes Prinzipien gleichgültig sind. Zwar mag das Brot uns im Augenblick nicht solch einen Kick geben wie die Droge der Sünde, aber langfristig wird es uns eindeutig damit besser gehen. Amen.


Autor: Robin J. Malloy

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