»Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Retter-Gottes erschien, rettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.« (Titus 3,4-5)
Der heutige Andachtstext ist ein Geschenk des Wortes Gottes an uns, wir dürfen ihn aufnehmen und verinnerlichen, denn er spricht unmittelbar von der großen Güte Gottes für uns. Gott liebte jeden Einzelnen von uns so sehr, dass er seinen eingeborenen Sohn als Retter sendete. Dabei fällt mir ein älterer evangelistischer Sketch ein, der den Unterschied zwischen den Religionen sehr einfach und plastisch zum Eindruck bringt: ein Mann fiel in eine Grube, aus der er sich nicht aus eigener Kraft retten konnte. Es kam ein Islamgelehrter entlang, der das verzweifelte Rufen des Mannes hörte und ihm folgenden Rat gab: „Bete fünf mal am Tag und halte die Fastentage, dann wirst Gott Dir aus der Grube helfen.“ Der Mann befolgte den Ratschlag, wurde jedoch nicht aus der Grube befreit.
Als nächstes kam ein Buddhist entlang. Dieser riet ihm, zu meditieren und das innere Licht zu finden, dann würde er entweder aus der Grube befreit werden, oder diese Grube einfach nicht mehr wahrnehmen. Der Mann befolgte den Rat und weder wurde er von der Grube befreit, noch bemerkte er die Grube nicht mehr. Er hatte Hunger und begann zu frieren. Dann kam ein Jude entlang und riet dem Mann, alle Gebote Gottes zu halten, dann würde dieser ihn schon befreien. Der Mann versuchte mit aller Kraft, alle Gebote zu halten. Er schaffte es, eine Vielzahl von Geboten zu halten, jedoch nicht alle. Er wurde nicht befreit und führte dies darauf zurück, dass er wohl nicht alle Gebote gehalten habe.
Schließlich kam Jesus den Weg entlang. Als er den Mann in der Grube sah, kletterte er selbst in die Grube hinein, bot dem Mann seine Hand und Schulter an und hob den Mann aus der Grube hinaus. Jesus rettete uns, ganz und gar ohne unser Zutun. Wir mussten keine eigenen Werke der Gerechtigkeit erbringen, sondern Christus allein wurde zu unserer Gerechtigkeit. Er hob uns aus der Grube, aus dem Grab und reinigte uns von Schmutz, Schande und Sünde. Dabei war er bereit, selbst in die Grube, das Grab zu steigen und sich selbst schmutzig zu machen. Er war bereit, sich selbst bis zum Tod am Kreuz zu erniedrigen, um uns so das Leben zu schenken.
Wir sind durch das Blut Christi reingewaschen worden und durch seinen Geist sind wir von neuem geboren. Welch ein Unterschied zu den o. g. Religionen! Wir sind von innen, an unserem Herzen verändert worden und Gottes Geist ist in uns. Nicht nur hat Christus uns aus der Grube befreit, sondern viel mehr noch den Himmel und die Gegenwart Gottes eröffnet. Wir sind in Christus eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Wir dürfen beten, dass all diejenigen, die ihre Hoffnung bisher noch auf Satzungen, Gebote oder Meditation setzen, die Wahrheit Jesu Christi erkennen und durch diese Wahrheit wie wir frei werden. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Religionen
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