»Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zurückführt, so wisst, dass der, welcher einen Sünder von der Verirrung seines Weges zurückführt, dessen Seele vom Tode retten und eine Menge von Sünden bedecken wird.« (Jakobus 5,19-20)
Jakobus endet seinen Brief mit einem nochmaligen Hinweis auf die geschwisterliche Verantwortung, die wir füreinander tragen. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben und niemand kommt zum Vater, außer durch diese Wahrheit. Wir müssen in dieser Wahrheit verwurzelt sein und bleiben, um zu leben und allein diese Wahrheit Christi macht uns wirklich frei. Wenn wir also den Boden dieser Wahrheit verlassen – der Satan ist der Vater der Lüge und verfolgt kein anderes Ziel als uns von dieser Wahrheit zu distanzieren – laufen wir Gefahr, unser Leben in Christus und unsere neu gewonnene Freiheit wieder zu verlieren.
Jesus stiftete die geistliche Gemeinschaft seiner Nachfolger, weil er wusste, dass wir einander brauchen, um im Glauben, in der Wahrheit und in der Liebe bestehen zu können. Darüber hinaus gab Jesus uns allen Gaben des Geistes, die uns helfen, in der Wahrheit zu bleiben, denn auch der Geist ist der Geist der Wahrheit. Fast alle Geistesgaben beziehen sich darauf, dass wir in der Wahrheit sind. Die Gaben der Weisheit und der Erkenntnis, die Gabe der Prophetie, der Lehre, der Offenbarung, der Unterscheidung der Geister, der Arten von Sprachen und Auslegung der Sprachen und die Gabe der Ermahnung, sie alle dienen dem Zweck, dass wir in der Wahrheit bleiben.
Der Geist der Wahrheit hat die Aufgabe, uns in alle Wahrheit zu führen und durch die verschiedenen Geistesgaben tut er dies in und durch die Gemeinschaft. Der Geist ist es, der der Sünde überführt, aber er tut auch dies in und durch die Gemeinschaft. Wir alle sind zugerüstet worden durch den Geist, um einander zu stärken und zu bewahren. Es sind Gaben des Lebens, sie erhalten uns in dem Leben in Christus. Wichtig ist dabei jedoch, dass jeder einzelne Christ sich von dem Geist Gottes leiten lässt und in seinen Gaben wächst und diese Gaben pflegt. Wir haben die Geistesgaben nicht zum Selbstzweck erhalten, sondern zum Zwecke des Aufbaus des Leibes Christi in der Liebe und der Wahrheit.
Gerade in diesen Zusammenhang fällt auch das gegenseitige Bekennen der Sünde. Wir dürfen einander ermahnen, wenn wir erkennen, dass einer der Geschwister im Glauben in der Sünde verharrt oder wenn jemand in die Irre geht und Lügen glaubt und folgt. Der Geist wirkt in der Gemeinschaft des Leibes Christi, damit wir alle hineinwachsen in das volle Maß der Fülle Christi. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Geistesgaben, Gemeinschaft, Wahrheit
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