»Werdet nicht viele Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein schwereres Urteil empfangen werden! Denn wir alle straucheln oft. Wenn jemand nicht im Wort strauchelt, der ist ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib zu zügeln.« (Jakobus 3,1-2)
Wie wir im Römer 10 lesen können, kommt der Glaube durch die Predigt, d. h., es gibt einen ganz konkreten Zusammenhang zwischen dem was wir sagen oder was jemand anderes zu uns sagt und unserem Glauben. Der Mund bringt hervor, was in unserem Herzen ist und spricht Dinge in die sichtbare und in die unsichtbare Welt aus. Unsere ausgesprochenen Worte haben eine große Autorität und Kraft in Christus, weshalb wir behutsam mit ihnen umgehen sollen. Lehrer im Glauben haben die besondere Herausforderung, mit ihren Worten Glauben hervorzurufen, zu begründen, zu stärken, zu schützen, ins Leben zu rufen und am Leben zu erhalten.
Jesus sagt, dass jeder von uns eines Tages Rechtfertigung für jedes ausgesprochene Wort ablegen muss. Wenn jemand nun im Glauben lehrt, nimmt er eine ganz besondere Verantwortung auf sich, denn Gott verpflichtet den Lehrer des Glaubens besonders, ein Haushalter des Wortes, der Gnade und des Glaubens zu ein. Jakobus weist uns darauf hin, dass ein Lehrer ein schweres Urteil darüber zu erwarten hat, inwiefern er oder sie seiner/ihrer Berufung gerecht geworden ist, eben weil wir als Menschen oft straucheln. Auch und gerade wenn wir straucheln und fallen und falsche Dinge oder Lügen über uns oder andere ausgesprochen haben, sollen wir umkehren und mit unserem Mund den Glauben zum Ausdruck bringen, d. h. wir sollen die Wahrheit über uns und andere aussprechen.
Unsere Zunge zu hüten, ist gleich zu setzen damit, unseren gesamten Leib zu zügeln. Es ist so wichtig sein Reden verändern zu lassen, weil wir eine solch hohe Verantwortung für das tragen, was wir reden. Ich für meinen Teil möchte es wählen, den Glauben zu lehren, denn auch ich weiß um mein Straucheln und Fallen im Reden. Ich entscheide mich jedoch bewusst dafür, meine Zunge für die Sache Gottes einzusetzen, mein Reden der Herrschaft Christi zu unterstellen und den Geist zu bitten, mein Herz von der Liebe, der Freude und dem Frieden zu erfüllen, damit mein Mund davon überfließt. Wir dürfen uns entscheiden, Lehrer des Glaubens zu sein, denn obwohl wir eine hohe Verantwortung tragen, werden wir dennoch leuchten wie der Sonne Glanz.
Wir dürfen vor Gott schonungslos bekennen, dass wir oft Straucheln und dass unsere Zunge kaum zu zügeln ist. Die einzige Möglichkeit besteht darin, so voll von Gott zu sein, dass unser Mund vom Guten nicht mehr schweigen kann. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Glaube, Lehrer, Reden, Worte, Zunge
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