»… indem ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt! Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus!« (Epheser 5,19-20)
In der gestrigen Andacht ging es darum, dass die Qualität unseres geistlichen Lebens davon abhängig ist, welchen Einflüssen wir uns aussetzen, Einflüssen, die unseren inneren Menschen stark machen und fördern oder Einflüssen, die uns verblenden, unsere geistliche Kraft rauben und die den heiligen Geist dämpfen. Als konkretes Beispiel nannte Paulus den missbräuchlichen Konsum von Alkohol, durch den wir weder Verstand noch Erkenntnis erhalten, sondern nur Unordnung und Schwelgerei. Durch den Geist Gottes werden wir geistliche Frucht hervorbringen und die Zeit weise nutzen, während die Einflüsse des Feindes uns die Fülle des Lebens rauben wollen.
Wir sind bestimmt dazu, ein Leben der Fülle zu leben, ein Leben als Kind Gottes und die Macht dazu ist uns gegeben worden. Wie Oswald Chambers es so wunderschön sagt, sind wir erlöst worden, nur müssen wir uns entscheiden so zu handeln, dass diese Erlösung in unserem Charakter wirksam wird. Wir müssen also nach den Segnungen Gottes greifen und uns tagtäglich der Gegenwart Gottes „aussetzen“, um wirkliche Transformation erfahren zu können. Es gibt kein „weiter wie bisher“, sondern ein Verlangen, Streben, Sehnen und ein „An-sich-Reißen“ des Königreiches Gottes. Wir können uns jeden Tag neu dazu entscheiden, in jedem Augenblick ein Leben der Fülle oder ein Leben der Niederlagen zu leben.
Oswald Chambers sagt dazu, dass wir nicht gegen die Sünde zu kämpfen brauchen, da Jesus die Sünde bereits besiegt hat aber wir müssen den Sieg auch für uns in Anspruch nehmen! Bei manchen Christen ist es, als ob ihnen der Befreier zuruft: „Komm heraus, der Sklavenhalter ist besiegt, die Ketten gesprengt und die Befreiung erwirkt!“ und der Gefangene antwortet: „Aber ich wohne doch schon so lange in dieser Zelle, bin mein Leben hier gewohnt und diesen Ort zu verlassen ist mir zu mühsam.“ Dieser Mensch ist theoretisch frei, aber er lebt nicht in dieser Freiheit!
Im heutigen Andachtstext werden uns sehr wichtige Dinge genannt, die unseren inneren Menschen stärken, Einflüsse, die uns fördern und wachsen lassen, die uns Gott näher bringen und unser Wesen transformieren und die Ausdruck unserer Freiheit von der Knechtschaft der Sünde sind:
- Lobpreis und Anbetung Gottes (Psalmen, Loblieder und geistliche Lieder)
- Danksagung
Diese beiden sind die mächtigsten Waffen des Christen überhaupt neben dem Gebet und der tätigen Liebe. Ein wunderbares Ereignis illustriert dies in wenigen Worten: als Paulus und Silas im Gefängnis waren, begannen sie Gott zu preisen und ihn anzubeten (Apostelgeschichte 16). In dem Augenblick geschah ein Erdbeben und das Gefängnis wurde zerstört und Paulus und Silas wurden befreit. Dies passt zu meinen Ausführungen oben. Wenn wir in der Knechtschaft der Sünde und des Todes sind, wenn die Mächte der Finsternis uns bedrängen wie ein mächtiger Strom, dann müssen wir nur eines tun: wir müssen Gott loben, ihn anbeten und danksagen. So wird der mächtigste Feind überwunden!
Durch den Lobpreis, die Anbetung und die Danksagung nähern wir uns Gott und Gott nähert sich uns! Wenn wir Gott anbeten und ihm danken, ist er bei uns, sein Thron wird aufgerichtet und der Feind muss fliehen! Wir schauen auf sein Angesicht und unser Wesen wird in das seine verwandelt. Gottes Auferstehungsmacht wird ganz besonders dort wirksam, wo wir Gott anbeten und ihm danken und diese Macht erneuert uns für und für. Wer sich diesem Einfluss aussetzt, hat wohl getan und das Feuer des Geistes wird in ihm lodern. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Anbetung, Danksagung, Einflüsse, Freiheit, Fülle, Lobpreis, Transformation, Verwandlung
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