»Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen! Fühlt euer Elend und trauert und weint; euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit und eure Freude in Niedergeschlagenheit! Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen.« (Jakobus 4,8-10)
Jakobus ermutigt uns zu einem radikalen und beständigen Lebensstil der Abkehr von dem Wesen dieser Welt und dem Teufel und einer konsequenten Umkehrhaltung zu Gott. Jakobus weiß zum einen um die Dinge, die häufig aus unserem Herzen kommen und er weiß um die Taktiken des Feindes, um uns in Versuchung zu führen. Es ist das Ziel des Teufels, uns von der Gegenwart Gottes zu distanzieren und von Gottes Wesen zu entfremden. Er will, dass wir den Impulsen unserer sündhaften Natur mehr gehorchen als dem Geist Gottes, der in uns ist. Dabei muss uns eines bewusst sein: Gott sehnt sich nach seinem Geist in uns und der Geist in uns wird gestärkt, je mehr Zeit wir in der Gegenwart Gottes verbringen. Dies kann anhand eines allgemein bekannten Gleichnisses illustriert werden:
Ein Mann hatte einen Traum von einem weißen und einem schwarzen Hund, die miteinander kämpften. Der Kampf tobte sehr stark und ohne, dass eindeutig zu klären war, wer den Sieg erringen würde, wurde der Mann wach. Daraufhin fragte der Mann Gott, welcher Hund denn nun gewinnen würde und er erhielt die Antwort: derjenige, den Du am meisten fütterst! Dieses Gleichnis macht etwas sehr wichtiges deutlich: in uns gibt es widerstreitende Kräfte, die Kräfte des Fleisches und der Sünde und die Kräfte des Geistes. Beide liegen im Krieg gegeneinander wie es Paulus im Galaterbrief beschreibt. Der Teufel versucht nun, anhand von geschickten Taktiken, dem Fleisch in uns zum Sieg zu verhelfen. Wodurch wird nun der Geist Gottes in uns gestärkt?
Der Geist Gottes in uns wird gestärkt, wenn wir uns unter Gottes Hand und sein Wort demütigen, wenn wir uns von ganzem Herzen Gott nahen und auf seine Stimme hören. Wir müssen dem Geist mehr und mehr Raum in unserem Herzen geben und dürfen nicht zulassen, dass der Geist gedämpft und betrübt wird, beides ist möglich. Wenn wir uns Gott nahen, wird er sich uns nahen und wir müssen wissen, dass unser Gott ein heiliger Gott ist und sein Geist in uns ein heiliger Geist. Wenn wir uns die ganze Zeit über nur sündhaften und schlechten Einflüssen aussetzen, betrüben wir den Heiligen Geist und stärken unser Fleisch, vergleichbar mit dem schwarzen Hund! Wir sollen uns vor Gott demütigen, unsere Sündhaftigkeit bekennen, unsere Hände und unsere Herzen reinwaschen.
Wenn wir in dem kontinuierlichen Prozess der Reinigung und Heiligung bleiben, dann wird unser Herz nicht von der Sünde „verfilzt“ und der Geist Gottes in uns nicht gedämpft. Je mehr wir der Sünde in uns Raum lassen, desto mehr Einfluss gewinnt der Feind über uns und der Einfluss des Geistes lässt nach. Manche Christen wundern sich, warum sie geistlich so schwach sind, achten dabei jedoch nicht darauf, welchen Einflüssen sie sich tagtäglich durch beispielsweise die Medien aussetzen. Sie suchen nicht Gott von ganzem Herzen und der Geist Gottes in ihnen hat keinen Raum zu handeln. Sie füttern tagtäglich das Fleisch und fragen sich, warum sie so wenig von Gottes Gegenwart, seinem Geist und seinem Wirken erleben.
Wir sollen den Feind abwehren und mit beiden Händen nach der Gnade greifen, die uns täglich angeboten wird. Wir sollen genau darauf achten, welchen Einflüssen wir uns aussetzen und wen diese Einflüsse letztlich stärken. Nur durch die Gnade und den Glauben, der die Gnade in Anspruch nimmt, werden wir wirklich siegreich gegen die Listen des Feindes sein. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Demut, Einflüsse, Feind, Fleisch, Geist, Heiligung, Reinigung, Sünde
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