»So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot. Es wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir aus meinen Werken den Glauben zeigen!« (Jakobus 2,17-18)
Der Glaube und die Werke stehen in einer dynamischen Wechselwirkung zueinander. Der Glaube bringt die Werke hervor, die Werke wiederum sind ein Beweis für die Lebendigkeit des Glaubens. Was ist ein lebendiger Glaube? Ein lebendiger Glaube ist kein Kopfglaube, sondern Glaube ist eine Beziehung zum lebendigen Gott, Glaube ist Leben aus Gott. Glauben schließt den ganzen Menschen mit ein, wir glauben quasi mit Kopf, Herz und Hand. Wir nehmen die Verheißungen willentlich in Anspruch und öffnen unsere Herzen für das Wirken des Heiligen Geistes. Seine Kraft und Macht in uns, seine „Dynamis“, bringen Worte und Taten hervor, die Gott wohl gefallen und den Menschen dienen.
Jakobus macht unmissverständlich klar: der Glaube ohne Werke ist tot und ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Der Glaube will sich durch gute Werke zeigen, er ist schöpferisch, kreativ und transformierend, wenn es Glaube von Gott ist. Nach Jakobus ist es unmöglich, den wahren Glauben ohne Werke zu zeigen. Wirklich wichtig dabei ist jedoch, dass die Werke aus dem Glauben heraus entstehen und nicht mit dem Glauben in Konkurrenz treten. Glaube und Werke treten nicht in Konkurrenz zueinander, sondern dem Glauben gebührt der Vorzug und der Vorsitz, denn ohne Glauben bringen wir nur tote Werke hervor. Tote Werke haben keine wirklich verändernde Kraft an sich, sie bringen kein Leben, sondern letztlich nur Finsternis und Verderben hervor.
Eine Gefahr besteht darin, gute Werke aus dem Fleisch hervorzubringen, eben weil sie gut, sinnvoll und augenscheinlich den generellen Interessen Gottes dienen. Das Gute ist der ärgste Feind des Besten. Gott hält für uns nicht Gutes, sondern vielmehr das Beste bereit! Ebenso fordert er von uns nicht nur das Gute, sondern er fordert von uns das Beste und dieses sind die besten Werke, die wir hervorbringen können und dürfen: Durch unseren Glauben wird Menschen gegenüber von Gott und seinem Handeln Zeugnis abgelegt. Durch unseren Glauben wird Gott wirksam, erlebbar für uns aber auch – und gerade – für den Nächsten. Wir wollen Gott bitten, allen „toten Glauben“ in uns aufzudecken und uns einen lebendigen und wirksamen Glauben zu schenken, der Werke und Früchte für die Ewigkeit hervorbringt. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Glaube, tote Werke, toter Glaube, Werke
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