Die Menschheit sucht – repräsentiert von politischen, wissenschaftlichen und ökonomischen Eliten – nach Lösungen für eine Vielzahl von Problemen, die sie selbst überhaupt erst geschaffen hat. Wir denken dabei an die Zerstörung der Umwelt, die Hungersnöte, die vielen Konfliktherde sowie die große Armut. Dabei sucht die Menschheit Lösungen basierend auf dem Wissen und den Erfahrungen von Generationen und dem, was die Forschung und Entwicklung Neues zu Tage bringt. Das dabei vorherrschende und partikulare, lineare Denken jedoch führt dazu, dass nicht alle Konsequenzen neuer Entdeckungen und Erfindungen erkannt werden und daher nicht absehbar ist, welche neuen Probleme eine scheinbare Lösung für ein altes Problem aufwirft.
Die menschliche Weisheit entwickelt sich weiter, so z. B. in den Bereichen des systemischen Denkens, in dem ganzheitliche Modelle versuchen, Systembedingungen und rekursive Interdependenzen zu erkennen, um möglichst wenig Schaden anzurichten und um weitreichende und nachhaltige Prozesse verstehen und initiieren zu können. Dennoch kommt die menschliche Weisheit an eine ihr gesetzte Grenze und diese Grenze ist im Gegensatz zur Weisheit Gottes sehr eng gesteckt. Der Mensch ist nicht Gott und kann trotz all seines Wissens, seiner Erfahrungen und seiner neuen Erkenntnisse Gottes Stelle nicht einnehmen. Der Mensch ist nicht dazu bestimmt, aus sich selbst heraus Lösungen zu finden, sondern allein mit Gott.
Zwar sind die Intelligenz, der Verstand und das Wissen wunderbare Gaben von Gott, dennoch dürfen sie uns nicht dazu verleiten, uns unabhängig von Gott zu machen. Wir werden keine geeigneten Lösungen finden, wenn wir sie ausschließlich bei uns und außerhalb von Gott suchen. Wenn uns eine Weisheit fehlt, dann deshalb, weil wir Gott nicht um seine Weisheit bitten! Wir haben nicht, weil wir Gott nicht bitten, oder aber, weil wir aus dem falschen Herzen bitten. Beides gehört daher zusammen: wir sollen uns vertrauensvoll an Gott wenden und um seine Weisheit bitten und dies nicht, um unsere eigenen Begierden zu erfüllen, sondern um Gott zu verherrlichen.
Wir müssen wissen, mit wem wir eine Partnerschaft, eine Freundschaft eingehen wollen: mit Gott oder mit dieser Welt. Wir können nicht zwei Herren gleichzeitig dienen, denn wer der Freund der Welt ist, wird gleichzeitig ein Feind Gottes sein, weil das Wesen der Welt und das Wesen Gottes sich konträr gegenüberstehen. Dies bedeutet nicht, dass wir uns nicht der Wissenschaft etc. erfreuen dürfen, nur sollen wir uns dabei unter die mächtige Hand Gottes demütigen und uns nicht von dem Wesen der Welt einnehmen lassen, das gegen Gott rebelliert, sich im Stolz und in der Eitelkeit gegen Gott erhebt und wie Gott zu sein trachtet. Wenn wir alles aus Gottes Hand empfangen, kann er uns auch die Weisheit geben, im richtigen Verhältnis zum Wissen der Menschen und der Weisheit Gottes zu stehen. Amen.
Autor: Robin J. Malloy
Schlagworte: Lösungen, Verstand, Weisheit
© Bibelstellen: Revidierte Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten
© Andachten: Living Church, Paderborn.











